Marina Gajda

Jede Woche neu zeigt das Kulturschaufenster die Künstler der Region. Diese Woche: Die Pianistin Marina Gajda.
Marina Gajda ist in Lwòw (Lemberg) in der Ukraine geboren. Im Alter von 6 Jahren begann sie mit dem Klavierunterricht und besuchte anschließend ein Musikgymnasium. Mit sieben Jahren trat sie zum ersten Mal öffentlich auf. An der Musikhochschule Lwòw studierte sie Musikpädagogik und Klavier. Während des Studiums sammelte sie umfangreiche Erfahrung als Pianistin und Korrepetitorin.
1990 kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Seit 1992 lebt Marina Gajda in Fulda und arbeitet als Musiklehrerin an der Musikschule Mollenhauer und an der Städtischen Musikschule. Doch auch ihre stets gut besprochenen Solokonzerte sind fester Bestandteil ihres Musikerinnen-Lebens.
Mit der Sängerin Marianne Blum traf sie im Jahr 2000 zusammen. Gemeinsam mit ihr entdeckte sie die gar nicht so leichte „U-Musik“ für sich und bestritt mit der Blum 2001 das Musical „Bleib noch bis zum Sonntag“. Es wurde ein voller Erfolg! Dank ihrer reifen Leistung wurde das Stück auch in musikalischer Hinsicht ein Geheimtipp. 2002 wurde ihre Rolle auch in darstellerischer Hinsicht ausgebaut und sie wurde unverzichtbarer Kontrapart bei dem Comedy-Liederabend „Ein Hauch von Herz…“, das Musical und Klassik zusammenbringt. Das setzte sich 2005 mit „Heut Abend lad ich mir die Liebe ein“ fort, ein Programm, in dem 30er Jahre Schlager mit Arien Versöhnung feiern, gefolgt von dem Frühlingsprogramm „Kein schöner Land“, in dem es um Volksmusik im weitesten Sinne geht, und dem Weihnachtsprogramm „Ich wünsch mir eine Streitaxt“.
Heute sind die beiden Damen als Duo „Duelle“ unzertrennlich, wobei gerade die Gajda für ihre trockenen Kommentare und ihren spröden Charme beliebt ist. Dass sie trotz Ihrer kabarettistischen Karriere auch der Klassik treu geblieben ist, beweist sie in diversen Soloauftritten immer wieder aufs Neue.
Video-Interview:
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- Kommen Sie aus der Region oder hat es Sie ins Fuldaer Land verschlagen? Wie kam es dazu?
Ich bin aus Lwow (Lemberg) in der Ukraine. 1990, noch vor der Wende, bin ich geflohen. Nach Fulda kam ich, weil mein Mann hier Arbeit gefunden hat. - Was sind Ihre nächsten Projekte?
Alles, was Marianne Blum mit mir vorhat. Außerdem plane ich einen Trio-Abend. - Welche(r) Musike(r) hat Sie maßgeblich beeinflusst?
Keiner. Ich beeinflusse mich selbst. - Wo würden Sie gern mal auftreten?
Egal. Hauptsache das Instrument ist gut. - Gibt es einen Künstler/ Musiker in der Region, den Sie gut finden/ bewundern/ ganz besonders schätzen/ verehren (Unzutreffendes bitte streichen)? Und warum?
Ich schätze Marianne Blum, weil sie selbst widerspenstige Zuschauer mitreißt und ich bewundere, wie viel sie arbeitet. Ich schätze auch das Ehepaar Zirkunow, weil sie gute Pianisten sind mit großer pädagogischer Erfahrung. - Was würden Sie gern können/ noch lernen?
Ich Vieles nur ein bisschen. Ich würde das alles gern besser können.
Was ich noch gern lernen würde: Italienisch
Was ich gern mal machen würde: einen Kurs in einem Flugsimulator. - Welche Eigenschaft würden Sie sich am ehesten zuordnen?
Schlecht gelaunt, ehrlich, direkt, faul, lieb. - Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
Alles, worüber ich nicht nachdenken muss, z.B. Action Filme. Aber ich mag keine Kriegsfilme und keine Filme, bei denen man weinen muss oder sonst welche Gefühle kriegt. - Was würden Sie mit einem Lottogewinn tun?
Kommt darauf an, wie viel ich gewinne. Ich glaube, ich würde das Geld sehr schnell ausgeben. Ein Haus kaufen in Spanien, für ein Jahr auf Weltreise gehen, etwas würde ich auch spenden. - Was ist die blödeste Frage, die ihnen jemals gestellt wurde?
Ob es in Russland überall kalt ist und ob man Bären auf der Straße sieht.






















