Catherine Gordeladze

Jede Woche neu zeigt das Kulturschaufenster Künstler, die das Kulturleben der Region bereichern. Diese Woche: Die Pianistin Catherine Gordeladze.
Die in Tiflis geborene und in Deutschland lebende Pianistin Catherine Gordeladze wird von der internationalen Presse als Solistin und Kammermusikerin gefeiert. Die „Zeitung fürs Dresdner Land“ bezeichnete ihren „exzellenten Klavierabend“ als „ein Ereignis der Superlative“, die FAZ nannte ihr Spiel „Perlentonschnüre“. Klaus Füller äußerte sich lobend in der “Frankfurter Rundschau“ über die „Goldbergvariationen“ von Bach: „..mit phänomenaler Technik, einem Gedächtnis, das lückenlos funktionierte und einem deutlichen Gestaltungswillen stürzte sie sich in das virtuose Werk und machte daraus ein Klavierspektakel, bei dem den atemlos lauschenden Zuhörern die gute halbe Stunde verkürzt erscheinen musste. …“ „…Zweifellos: Catherine Gordeladze ist ein ‚Rising Star’ und die hiesigen Veranstalter täten gut daran, den Stern in ihren Konzerten glitzern zu lassen.“ Eine Empfehlung, die man sich anscheinend in der Landesmusikakademie Hessen zu Herzen genommen hat. Bereits zur Eröffnung der Landesmusikakademie Hessen Schloss Hallenburg spielte die Künstlerin in Schlitz und ist seitdem ein immer wieder gern gesehener Gast. Auch 2010 hat der Direktor der Akademie, Lothar R. Behounek, sie wieder für zwei Konzerte nach Osthessen verpflichten können. Eine Gelegenheit, die sich Klassikfreunde sicher nicht entgehen lassen werden.
Ihren ersten Klavierunterricht erhielt das georgische Ausnahmetalent mit sechs Jahren an der Zentralen Musikschule in Tiflis. Mit zehn Jahren gab sie bereits ihren ersten Klavierabend. Nur ein Jahr später spielte sie mit der Georgischen Philharmonie das 3. Klavierkonzert von Beethoven. Im gleichen Jahr nahm sie in Anwesenheit des früheren georgischen Präsidenten Edward Schewardnadze an einem Galakonzert in der Tifliser Oper teil, das vom Fernsehen direkt in die ganze ehemalige Sowjetunion ausgestrahlt wurde. Die musikalische Ausbildung bis zum Abschluss „Konzertexamen“ absolvierte Catherine Gordeladze mit Auszeichnungen an den Musikhochschulen in Tiflis, Frankfurt am Main und Weimar. Parallel zu ihrem Studium nahm sie regelmäßig Unterricht bei Maestro Alexis Weissenberg. Catherine Gordeladze wurde in Deutschland von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Neben ihrer solistischen Tätigkeit hat Catherine Gordeladze heute eine Dozentenstelle an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main inne.
Catherine Gordeladze ist Preisträgerin verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter der 1. Preis beim Staatlichen Musikwettbewerb für Nachwuchstalente 1987 in Tiflis, der 3. Preis beim VI. Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Darmstadt 1999, der 1. Preis (Förderpreis) beim 4. Internationalen Musikfest in Dietzenbach 2002, der Ehrenpreis und die Medaille der weltbekannten Französischen Légion d’Honneur 2002 und der Swiss Preis 2003 bei den renommierten Meisterkursen von Maestro Alexis Weissenberg in Engelberg, Schweiz. Dazu kamen zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.
Gegenwärtig gastiert Catherine Gordeladze auf den wichtigsten Konzertpodien, bei den bedeutendsten Orchestern und bei international renommierten Festivals in Georgien, Russland, Jugoslawien, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, den Niederlanden und Belgien. Sie konzertierte unter anderen in der Mainzer Rheingoldhalle, in der Katharinenkirche in Frankfurt am Main, in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg, im Liszt-Salon Weimar, im Chopin-Haus Valdemossa auf Mallorca, in der Orangerie Darmstadt, im Kurtheater Bad Homburg, im Schloss Belvedere Weimar, bei den Mainzer Kammerspielen, beim Dietzenbacher Musikfest, den Dreieicher Musiktagen, den Schlossfestspielen Hundisburg. 2007/08 hatte Catherine Gordeladze u. a. Solo-Auftritte im Gasteig in München in der Konzertreihe „Winners and Masters“, beim Internationalen Festival „Piano Engelberg“ sowie Kammermusikabende zusammen mit dem bekannten Cellisten Daniel Müller–Schott im Schloss Hallenburg in Schlitz und mit dem berühmten Geiger David Garrett beim internationalen Festival „The Next Generation III“ im Harenberg City Center in Dortmund. Im Oktober 2007 erschien die CD „Hommage à Haydn“- eine Koproduktion von ARS MUSICI mit dem Hessischen Rundfunk und soeben hat Catherine Gordeladze einen Vertrag mit der Plattenfirma NAXOS abgeschlossen. Diesbezüglich erscheint im Jahr 2010 die nächste CD von ihr in einer Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk mit Werken von Nikolai Kapustin.
Video-Interview:
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- Kommen Sie aus der Region oder hat es Sie ins Fuldaer Land verschlagen? Wie kam es dazu?
Ich kannte durch meine Konzertauftritte in Frankfurt Herrn Gerhard Becker, den damaligen Direktor der Landesmusikakademie und er hat mich das erste Mal eingeladen bei der Eröffnung der Akademie zu spielen. Seitdem bin ich regelmäßiger Gast mit Solo- und Kammermusik Auftritten. - Was sind Ihre nächsten Projekte?
Ich habe soeben eine CD eingespielt im Sendesaal des Hessischen Rundfunks mit Werken von Nikolai Kapustin. Die CD wird im Frühjahr 2011 bei der Plattenfirma NAXOS erscheinen.
Außerdem habe ich am 11. April 2010 ein Solo Recital in der Festeburgkirche Frankfurt.
Am 16. April 2010 trete ich als Solistin mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim unter der Leitung von Rasmus Baumann bei den „Bad Homburger Schlossfestspielen“ mit Beethovens zweitem Klavierkonzert auf.
Im Mai habe ich zwei Konzertauftritte in der Landesmusikakademie Hessen. Am 9. Mai mit Kammermusik und am 24. Mai 2010 mit einem Klavierabend. - Welche(r) Musik(er) hat Sie maßgeblich beeinflusst?
Maria Callas, Swjatoslaw Richter, Alexis Weissenberg, Mikhail Pletnev, Glen Gould. - Wo würden Sie gern mal auftreten?
In der Carnegie Hall in New York. - Gibt es einen Künstler in der Region, den Sie gut finden/ bewundern/ ganz besonders schätzen/ verehren (Unzutreffendes bitte streichen)? Und warum?
… - Was würden Sie gern können/ noch lernen?
Französisch und Auto fahren. - Welche Eigenschaft würden Sie sich am ehesten zuordnen?
Disziplin. - Was machen Sie außer Klavierspielen noch gern?
Ins Museum oder in die Oper gehen. - Was würden Sie mit einem Lottogewinn tun?
Mehrere Benefiz-Projekte u.a. für die Förderung junger Musiker. - Was ist die blödeste Frage, die ihnen jemals gestellt wurde?
Ein Taxifahrer fragte mich, was ich beruflich mache. Ich antwortete: „Ich bin Pianistin.“ Er fragte: „Gut und welches Instrument spielen Sie?“






















