Doppelpack

Jede Woche neu zeigt das Kulturschaufenster Künstler der Region. Diese Woche: das Artisten-Duo Doppelpack
Rasante Slapstick-Artistik fast ganz ohne Worte, dafür steht das Duo Doppelpack. Leise ist es bei den Vorstellungen der Zwillingsbrüder Hosenfeld trotzdem nicht. Dabei haben die beiden Clowns im wahren Leben ganz ordentliche Berufe: Markus Hosenfeld, der um 5 Minuten Ältere, ist in der Disposition einer mittelständischen Firma in Osthessen tätig und Thomas Hosenfeld ist ein gefragter Physiotherapeut und Osteopath mit eigener Praxis in Fulda. Er betreute kürzlich die deutsche Ski Alpin Mannschaft der Paralympics in Vancouver.
Warum es den Hosenfelds trotzdem so viel Spaß macht, sich gegenseitig über die Bühne zu jagen oder von wackligen Stuhltürmen zu schubsen, muss daran liegen, dass es sich um Brüder handelt. Geschwister sind ja selten zimperlich im Umgang miteinander. Die Hosenfelds schon gar nicht. Mal clownesk überzeichnet und mal schnell wie ein Stummfilm im Zeitraffer streiten sie sich, bewerfen einander, klettern aneinander hoch und fallen übereinander und man ertappt sich dabei, wie man sich voller kindlicher Schadenfreude darüber kaputtlacht.
Zur Artistik kamen die 1967 geborenen und in Langenbieber im Landkreis Fulda aufgewachsenen Brüder über den Gardetanz. Doch Fasching ist nur einmal im Jahr und körperlich waren sie wohl auch nicht ausgelastet. Jedenfalls sahen sie Ende der 80er Jahre ein Kleinkunstfestival im Fernsehen, bei dem das belgisches Duo „Les Founambules“ (zu deutsch etwa „die verrückten Seiltänzer“) auftrat. Beiden war sofort klar, dass sie so etwas auch machen wollten und so gründeten sie 1988 das Duo Doppelpack. Zunächst kopierten sie ihre Vorbilder, lernten durch Versuch und blaue Flecken, spielten sich immer mehr ein und entwickelten sich. Mittlerweile erfinden sie komplett eigenständige Nummern und Programme, die immer die Elemente Artistik, Clownerie und pantomimische Comedy verbinden, aber inhaltlich auf den jeweiligen Anlass oder das Motto der Veranstaltung maßgeschneidert werden.
Video-Interview:
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- Kommen Sie aus der Region oder hat es Sie ins Fuldaer Land verschlagen? Wie kam es dazu?
Markus: Ich komme aus der Rhööön. Schon immer.
Thomas: Bin hier geboren und werde hier bleiben, außer das Showangebot aus Las Vegas kommt. - Was sind Ihre nächsten Projekte?
Markus: Baby.
Thomas: Neue Auftritte vorbereiten für 2010. Haben einige individuelle Anfragen, z.B. vom VPT Verband der Physiotherapeuten. - Wo würden Sie gern mal auftreten?
Markus und Thomas: Cirque du Soleil - Was sind Ihre Vorbilder? Welcher Künstler hat Sie maßgeblich beeinflusst?
Markus und Thomas: das belgische Duo Les Founambules, Mario Riemer, Altmeister Stan Laurel und Jerry Lewis. - Gibt es einen Künstler/ Musiker in der Region, den Sie gut finden/ bewundern/ ganz besonders schätzen/ verehren (Unzutreffendes bitte streichen)? Und warum?
Markus: Wolf & Bleuel, Wolli für sein Gitarremspiel und seine Stimmentwicklung.
Thomas: Ich bin begeistert von Michael Bleuel und den Clown Caspar Lehmann von Caspar & Gaya - Was würden Sie gern können/ noch lernen?
Markus: Noch gerne das wissen, was ich schon alles vergessen habe.
Thomas: Sprachen und Golf. - Welche Eigenschaft würden Sie sich am ehesten zuordnen?
Markus: innere Ruhe weitergeben.
Thomas: ausgeglichen und hoffentlich humorvoll. - Was essen Sie ganz besonders gern? Was mögen Sie überhaupt nicht?
Markus: Rumsteak, Rum und Steak. Sonst bin ich Allesesser.
Thomas: Klopse mit Soße und Kartoffelsalat von Mama.
Krabbelviecher wie Scampis, Schnecken, Heuschrecken, ööööher. - Was würden Sie mit einem Lottogewinn tun?
Markus: In Ruhe weiterleben.
Thomas: Gemütlich weiterleben. Beruflich nicht arbeiten zu müssen, sondern zu können. - Was ist die blödeste Frage, die ihnen jemals gestellt wurde?
Markus: Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten.
Thomas: Ich glaub, die hab ich vergessen. Ich schätze, die war unwichtig.























