Tony Osanah

Jede Woche neu zeigt das Kulturschaufenster, wie viele interessante Künstler die Region Rhön beheimatet. Diese Woche: Der Musiker Tony Osanah.
Tony Osanah ist ein Multiinstrumentalist von Rang. Er spielt nicht nur Gitarre, sondern auch Bass, Kalimbas, Sitar, Flöte und Mundharmonika. 1947 in Buenos Aires geboren, siedelte er 1966 nach Sao Paolo über und arbeitete dort mit Größen wie Gilberto Gil, Roberto Carlos, Ronnie Von, Raul Seixas, Maysa, Walter Franco, Erasmo Carlos, Tim Maia und Caetano Veloso zusammen. Er tourte durch Brasilien und die USA und organisierte 1976 für Joe Cocker dessen Tour durch Brasilien. Er schrieb zahlreiche Lieder und Filmmusiken, die bis heute in Brasilien bekannt sind und er spielte mit Legenden wie B.B. King und Jeannie Carrol. Mit seiner Band „Raices of America“ gewann er 1982 den zweiten Preis beim „Festival Musica Popular Brasileira“. Die Wirtschaftskrise in Südamerika beendete abrupt sein Leben auf der musikalischen Überholspur. So kam er Mitte der 80er Jahren nach Europa. Zunächst lebte er auf Sardinien und dann kam er 1990 durch die Vermittlung eines befreundeten Musikers nach Deutschland, wo er in Fulda seine zweite Heimat fand. Seitdem hat er auch hier viel bewegt. Nicht nur dass er lange Jahre Musiklehrer an der Hermann-Lietz-Schule auf Schloss Bieberstein war, er fand auch hier Musiker, mit denen er zusammenarbeiten und seine Musik verwirklichen konnte. Bis heute tritt er bundesweit mit verschiedenen Formationen auf und ist in renommierten Läden wie dem Frankfurter Jazzkeller ein ebenso gern gesehener Gast, wie auf geschlossenen Veranstaltungen.
Video-Interview:
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- Kommen Sie aus der Region oder hat es Sie ins Fuldaer Land verschlagen? Wie kam es dazu?
Ich kam durch einen spanischen Schlagzeuger, den ich während meiner Zeit auf Sardinien kennen gelernt hatte, mit der Fuldaer Sängerin Silvia Völker in Kontakt, die damals einen Gitarristen suchte, der brasilianische Musik spielen kann. Im Haus von Hanne Walther habe ich ihr vorgespielt und sie sagte sofort, dass ich bleiben sollte. Das habe ich gemacht. Bis heute. - Was sind Ihre nächsten Projekte?
Ein Duo mit einer Country Sängerin. - Was ist ihr Lieblingslied? Welcher Musiker hat Sie maßgeblich beeinflusst?
Mein Lieblingslied ist „Alma“, die Seele, ein Lied, das ich selbst geschrieben habe. Beeinflusst hat mich vor allem der Blues und die brasilianische Musik.
Für den Blues vor allem Ray Charles, B.B. King und bei der brasilianischen Musikern vor allem Dori Caimi, Joan Bosco und Ivan Lins. - Gibt es einen Künstler in der Region, den Sie gut finden/ bewundern/ ganz besonders schätzen/ verehren (Unzutreffendes bitte streichen)? Und warum?
Den Bassisten Wolfgang Harling und den Pianisten Danny Müller. Das sind beide sehr gute und sehr warmherzige Musiker. - Was würden Sie gern können/ noch lernen?
Ich würde gern Arzt sein. Vielleicht im nächsten Leben. - Welche Eigenschaft würden Sie sich am ehesten zuordnen?
Lustig und geduldig. - Was sehen Sie am liebsten im Fernsehen?
Arte. - Was essen Sie ganz besonders gern? Was mögen Sie gar nicht?
Ich mag Fisch mit Gemüse. Ich mag kein fettes Schweinfleisch oder Pommes, die in Öl schwimmen. - Was würden Sie mit einem Lottogewinn tun?
5-6 große LKWs voll mit Hilfsgütern selbst nach Haiti bringen und sie persönlich an die Leute dort verteilen, benachteiligten Kindern auf der ganzen Welt helfen und Produzent sein, so dass ich Menschen mit wahnsinnigem Talent, die momentan nicht wahrgenommen werden, Arbeit geben könnte und die Anerkennung, die sie verdienen. - Was ist die blödeste Frage, die ihnen jemals gestellt wurde?
Auf deutschen Ämtern: „Können Sie noch was anderes außer Gitarre spielen?“ Oder „Haben Sie Arbeit?“






















